lost thought
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Schaue ich in den Spiegel, sehe ich das, was ich nicht sehen möchte.
Blicke ich zu meinem Körper, wünschte ich, ich wäre nicht ich.
Angst zu leben, Angst zu essen, Angst, normal zu sein.
Manche Augenblicke mal zufrieden, danach eine einzige Qual.
Ein Blick in den Spiegel, merke, dass etwas nicht stimmt.
Sehe mich doppelt, vielleicht dreifach, sehe mich breit, viel zu breit.
Schaue ich in den Spiegel, sehe ich ein Nichts.
Einen schwachen Menschen, ein schwaches Selbstbewusstsein.
Blicke ich zu meinem Körper, wünschte ich, ich wäre nicht ich.
Habe Angst, mich zu zeigen, Angst, dass gelacht wird.
Lache, überspiele, erfreue. Habe Sorgen, Angst, Schmerzen.
Der Ekel vor meiner Selbst ist größer, als alles, was mich sonst bewegt...

Britta


Binge“ bedeutet „schlingen“. Der Unterschied zur Ess-Brech-Sucht oder Bulimie liegt im Wesentlichen darin, dass keine Gegenmaßnahmen nach einem Essanfall ergriffen werden, d. h. es erfolgt kein kompensatorisches Verhalten wie z. B. extremer Sport, Hungern oder Erbrechen.

Binge Eating ist eine seelisch bedingte (psychogene) Essstörung, die meist mit Überge-wicht oder Adipositas verbunden ist. Das bedeutet aber nicht, dass Übergewichtige automa-tisch an Binge Eating leiden. Ebenso kann das Krankheitsbild der Binge Eating- Störung auch bei Normalgewichtigen auftreten.

Binge Eating ist unter den psychogenen Essstörungen das Krankheitsbild, welches bisher am wenigstens erforscht ist. Eine abschließende Definition der Diagnosekriterien steht noch aus.

Typisch für Binge Eating Disorder (BED):

- Häufige Heißhungeranfälle, dabei werden große Mengen von Lebensmitteln verzehrt
- Gestörtes Essverhalten zwischen den Essanfällen (abwechselnd restriktives und unkontrolliertes Essen)
- Fehlende Regelmäßigkeit bei der Ernährung
- Häufiges Diäthalten und Abbruch von Diäten
- Störung der Hunger- und Sättigungswahrnehmung
- Geringe körperliche Bewegung und Aktivität
- Bevorzugen bewegungsarmer Freizeitbeschäftigungen wie fernsehen und Computer spielen
- Herunterschlucken von Gefühlen (Ärger, Wut, Traurigkeit, Freude)

Mögliche diagnostische Hinweise:
Wiederkehrende Episoden von Heißhungeranfällen (mind. 2 pro Woche über sechs Mona-te). Diese Anfälle werden als zwanghaft und hemmungslos erlebt. Bei einem Essanfall ver-schlingen Betroffene eine enorm große Nahrungsmenge in relativ kurzer Zeit. Danach plagen Schuldgefühle, Depressionen und Selbstvorwürfe das bereits angekratzte Selbst-bewusstsein.
Die Episoden der Essanfälle treten mit mindestens drei der folgenden Symptome auf:

- Übermäßig schnelles Essen, Schlingen
- Essen bis zu einem belastenden Völlegefühl
- Essen von großen Nahrungsmengen ohne körperliches Hungergefühl
- Allein essen aus Scham
- Ekel, depressive Verstimmungen und Schuldgefühle nach dem Essen

Die bei den Essanfällen aufgenommene Nahrung wird im Körper behalten, Aktivitäten, um die Kalorienzufuhr auszuscheiden oder abzutrainieren, bleiben aus.

Die körperlichen Folgeschäden bei starkem Übergewicht (BMI über 30) sind z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt), Gelenkleiden, Wirbelsäulenschäden, Diabetes mellitus.

Achtung: Einige Medikamente wie z.B. Bluthochdruckmittel oder Antidepressiva machen eine Gewichtsreduktion sehr schwer. Hier muss ein Spezialist gefragt werden, falls der Wunsch nach Gewichtsreduktion besteht.

Seelische Folgen sind z.B.Resignation, Flucht in Tagträume, Antriebslosigkeit, Depres-sionen, Hass auf den eigenen Körper, Vermeiden von Spiegeln, Probleme eigene Grenzen zu spüren.

Zusätzlich kann es zu Alkoholmissbrauch,Angstzuständen,Selbsthass,zwanghaftem Putz-en und Waschen kommen.

Übernommen von bzga-essstörungen.de










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